Aloha, und ganz liebe Grüße nach Deutschland!

Meine Geschichte ... und mein Traum. 

Der Launch der neuen website ist ein sehr wichtiger Schritt für mich; in gewisser Weise symbolisiert er die Umsetzung meines Lebenstraums, mich durch den Verkauf meiner Kunst zu finanzieren - mein Leben durch meine Kunst und mein visuelles Verständnis neu zu gestallten, in diesem, mich immer wieder faszinierendem Umfeld. Wer hätte das gedacht, daß ich in der Tat die Hawaiianischen Inseln meine Heimat nennen dürfte? Ich bin so stolz (und glücklich), daß ich es bis hierher – so weit geschafft habe, und so lang hab' aushalten können. Eine Lebensreise mit Höhen und Tiefen, so vielen Abenteuern (manche unbeschreiblich) oftmals weit entfernt vom Gewohntem, manchmal auch ganz allein, aber immer tief entschlossen es zu schaffen und meinem Traum nachzueifern, niemals aufgeben und wenn nötig, hart zu kämpfen. Wie ein weises Sprichwort sagt "The journey is the destination", oder "Die Reise ist das Ziel". Führ wahr. Es war in der Tat eine sehr farbenfrohe und nie langweilige Reise, die mich aus meiner Heimatstadt Minden in Norddeutschland zunächst zum Studium nach Bielefeld führte, dann nach einem traumhaften Aufenthalt in der Toskana (Examensarbeit) und Studienabschluss im Bereich "Visuelle Kommunikation", direkt als Fulbright Stipendiat zum Magisterstudium an die New School for Social Research/Parsons School of Design nach Manhattan in New York führte, und schliesslich 14 Jahre später, weiter Richtung Westen auf die Hawaiianischen Inseln schickte. Nun wohne ich also auf der anderen Seite des Globus; besonders atemberaubend wenn man einen solchen in der Hand hält, und sich der Distanz von einer norddeutschen Kleinstadt quer über 2 Ozeane auf die Hawaiianischen Inseln vor Augen hält. Wenn ich über Weihnachten die Eltern in Germany besuche, dann bin ich 30 Std. und fast 15,000 Km unterwegs (door to door). Prinzipiell faszinierend, wie wohl man sich als global citizen fühlen kann. Wie klein unsere Welt doch geworden ist! Ich muss sagen, irgendwie fühle ich (nach nun fast 8 Jahren auf Hawaii), dass ich an meinem Ziel angekommen bin. Zumindest weiss ich, dass ich dieses ganz besondere Fleckchen Erde für immer meine Heimat nennen möchte, und hoffentlich das Glück habe, hier meinen Lebensabend verbringen zu dürfen (in hoffentlich nicht all zu absehbarer Zukunft). Ich hoffe und wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich immer hier an der North Shore of Oahu ein Heim habe: hier zu leben und zu arbeiten,  sich zu verwirklichen ... es ist ein ganz besonderes Lebensgefühl. Auf Hawaii als Künstler, meinem Schaffen nachgehen zu können, mich weiter zu entwickeln und trotzdem mit der ganzen Welt verbunden zu sein, ist ein Traum, den ich zu verwirklichen suche. Diese website und dieses web-portal, dass meine Arbeiten global vermarkten kann, und (je nach Anfrage) in alle Teile dieser Welt senden kann - fasziniert mich so sehr, und diese Realisierung ist in gewisser Form auch eine Art Motor und treibende Kraft, bei der Umsetzung meines Traumes. Ich hoffe so sehr, dass meine Arbeiten viele Menschen erreichen, und vielen gefallen wird,- daß ich meinen Teil dazu beitragen kann, Hawaiianische Geschichte etwas breiter zu vermarkten, und vielen Menschen näher bringen zu dürfen; in dem von mir entwickeltem 'look and feel', meiner 'poetischen' Interpretation von Text und Bild, in dem von mir entwickeltem Stiel. 

Der Stiel meiner Arbeiten könnte als Symbiose so vieler Qualitäten interpretiert werden: ein Ordnungssystem, sich zu organisieren und mit gestecktem Plan und Zielsetzung. Dann natürlich die Reflexion meiner deutschen Herkunft, meiner Liebe und Passion zur Typographie, Buchstaben und Wortfragmente, Gestaltung schlechthin,- verbunden mit meiner avantgarde Erfahrung von 14 Jahren in New York City. Mein Leben in der Metropole, Moderne Kunst - Abstrakter Expressionismus, dann der Einfluss der Hawaiianischen Geschichte - des Element der "Talk Story" oder "Story Telling" (Geschichten Erzählen) –  ein wesendlicher Bestandteil der Hawaiianischen Kultur als auch Ihres Erbes: ein ganz großer Mix also. Ich fühle, das ich in meiner künstlerischen Arbeit all das verbinde, und auch den Einfluss der Surfkultur ist in gewisser Weise sichtbar, denn in manchen meiner Arbeiten benutze ich Oberflächenbehandlungen mit Kunstharz und Epoxy, so wie es beim Herstellen eines Surfboards verarbeitet wird.

So 'wohn ich also mitten drin: vom Oktober bis Januar, ist "Sunset Beach" an der North Shore der Insel Oahu im 50. Bundesstaat der USA, das Surfmekka schlechthin. Mit all seinen berühmten surf-breaks innerhalb einer 12 Km Strecke (7 mile miracle), als auch dem "Triple Crown of Surfing", dem berühmtesten und erstrebenswertesten Surfwettbewerb weltweit, verwandelt sich jede Saison vom 'Leben auf dem Land' in ein Sammelsurium von Wettbewerben, Meisterschaften, und natürlich auch mit Touristen aus aller Welt. Die kleine Stadt Haleiwa, ca 15 min vom Sunset Beach, zählt jedes Jahr ca. 5.5 Millionen Besucher. Der Wassersport und die Verbundenheit mit dem allgegenwärtigen Ozean prägt das eigentliche Lebensgefühl, im Prinzip bin ich jeden Tag mindestens einmal im Wasser, denn einer der schönsten Strände der Insel (Sunset Point), befindet sich ja nur ein paar Schritte hinterm Haus. Oft 'unterbrech ich meine Arbeit gegen 14.00, und geh 1 Std. mit dem StandUp Paddle Board auf's Meer, eine 1/4 Meile raus, und dann der Küste entlang - zunächst gegen den Wind - dann auf dem Rückweg mit dem Wind und der Ströhmung wieder nach Haus. Wenn der Sonnenuntergang schön ist (und das ist meistens der fall), dann pack ich gegen 18.00 noch einmal das Board und versuch ein paar Wellen zu schnappen .. oder halt einfach auf dem Board liegend dem Sonnenuntergang entgegen zu paddeln; daß ist kaum mit Worten zu beschreiben. Eines meiner Boards hat ein orangerot- ins gelb verlaufende Design, und oftmal enspricht diese Farbkombination der natürlichen Farbe des Abentrot's .. es ist so wunderschön das mit zu erleben. Es fasziniert mich immer wieder auf's Neue.

Ich muss an meine Studienzeit in Bielefeld denken,- 1990 Examen an der FH Bielefeld, dann meine Vorbereitungen im Sommer 1991 mit einem Fulbright Stipendium in der Tasche nach New York zu ziehen, um dort an der New School for Social Research/Parsons School of Design mein Magisterstudium im Bereich Medienwissenschaften vorzubereiten. Als Dankeschön und kleines Abschiedsgeschenk kreierte ich ein eigenes Weinlabel, daß ich dann auf eine gute Flasche Rioja klebte, natürlich mit einer meiner damaligen "Copy Art" Kreationen, und der Untertitel lautete: Minden - Bielefeld - New York. Ich fand es  damals faszinierend, einem an sich so weltmännischen Schritt inne zu halten. New York? Wirklich. Ein Traum sollte also Wirklichkeit werden, denn schon als Tourist hat mit Manhattan oftmals fasziniert und ich kam immer wieder von meinen Sommer Urlauben aus den USA voller Elan und Ambition retour nach Germany. 

New York war in der Tat ein Traum. Ich verlebte 14 wundervolle Jahre in dieser Metropole, von den wilden Studienjahren in der kleinen Studentenwohnung on Thompson Street, bis zum Künstlerloft an Manhattan's Westside, als ich dann professionell im Leben stand, und als Sr. Art Director in einer grossen New Yorker Agentur arbeitete. Das Loft war faszinierend, eigentlich riesengross. Ich baute alles nach meiner Vision um, hatte so viel Platz alles Mögliche zu gestalten, wie es mit halt in den Sinn kam .. und all das inmitten von Manhattan .. gleich um die Ecke vom Madison Square Garden .. der Traum eines Jeden, der New York kennt. Jedes Jahr gab es 2 grosse Loftparties mit einem superinteressantem Publikum, manchmal besuchten mich sogar noch Freunde aus Germany. Ich nutzte jedoch auch das faszinierende Interior, dass ich kreierte - um Dinnerparties zu halten. Kochen war für mich wie Malen, ein ganz besonders künstlerischer Aspekt, eine Art Ausdrucksform. Ich hatte nie Angst eine grosse Zahl von Leuten zu bekochen, ganz im Gegenteil: für mich war es immer eine Herausforderung etwas Neues zu kreieren - Gewürze zu vermischen, interessante Kombinationen zu erschaffen - und den geladenen Gästen meine kulinarischen Kreationen zu offerieren. Eine tolle Zeit! Hatte ich 30 Leute zur Dinnerparty, so konnte es schon Mal der Fall sein, dass sie aus 25 verschiedenen Ländern kamen; schon damals war ich fasziniert davon und habe mich immer sehr für andere Kulturen interessiert - Menschen zusammen zu führen. Ich fühlte mich wohl, wenn ich ein gemischtes Publikum hatte .. und im laufe der Jahre vergaß ich welche meiner Freunde Asiaten oder African American waren, welche aus der Karibik oder aus Ost-Europa kamen, ich konnte mich eher an Ihren Charakter und Persönlichkeit erinnern, denn dass zog mich schliesslich an und nicht die Farbe Ihrer Haut. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen warum sich Menschen aus verschiedenen Rassen streiten, oder Krieg führen - wie kann der eine meinen er sei besser als der andere?

Nunja, so vergingen die Jahre, in denen ich praktisch alles mit und durchleben konnte - was New York zu bieten hatte - und stellenweise halt auch noch mehr. Ich liebte New York, ich liebte Manhattan mit ganzem Herzen! - Dann traf ich eines Tages die Frau und die Liebe meines Lebens; ich verliebte mich, und konnte es nicht fassen wie wunderschön es sich doch anfühlte; es war als könnte man auf dem Wasser gehen .. der Himmel hing voller Geigen und der Bauch war voller Schmetterlinge .. den ganzen Tag. Nie zuvor hatte ich so intensiv geliebt, ein Märchen offenbarte sich vor mir mit meiner kreativen Prinzessin. Es war die Liebe meines Lebens, die leider nicht halten sollte, und es zerbrach mir das Herz. Ich beschloss New York zu verlassen und eine Position als Design Direktor in Honolulu auf der Hawaiianischen Insel Oahu anzunehmen, ich fühle es war es auch an der Zeit Manhattan zu verlassen. Nach 14 Jahren in dieser Metropole sollte Hawaii mir einen neuen Lebensabschnitt bieten.

Zunächst arbeite ich für einen Künstler, der im Hawaiianischen als auch im Japanischen Markt den  Status des "Premier Marine Artist" geniessen durfte, für viele Jahre. In den 90ern  war er in Japan der erfolgreichste Ausländische Künstler und sein Jährlicher Umsatz lag im 3 stelligen Millionen Dollar Bereich, eigentlich einzigartig und faszinierend. Dennoch wechselte ich nach fast 1` Jahr zu einer Design Agentur in Honolulu, und war mit den faszinierendsten Projekten involviert. Die Arbeit machte mir so viel Spass, alles "High-End-Projekte" .. manchmal managte ich print jobs für über 100,000 Dollar .. ich konnte Tagelang über Font und Papierstärke philosophierend .. und hatte viel Zeit entsprechende Recherchen für die jeweiligen Projekte anzustellen. Es war wie im Traum: kein Stress sondern eigentlich durch die Reihe nur Gute Laune, tolle Leute, tolle Kunden, die die Qualität unser Arbeit schätzten (und auch zahlten), - meine Art Direktor Freunde in New York hatten blutige Ohren, wenn immer sie von meinen Updates erfuhren - da im Bereich Werbung und Design eigentlich immer Stress, enge Deadlines und frustrierende Kunden an der Tagesordnung stehen. Hingegen hatte ich das Glück, das ganze Gegenteil erleben zu dürfen: die Kunden liebten mich - mein Arbeitgeber war fantastisch und bis heute noch einer meiner Mentoren und Inspiratoren in meinem Leben. Ich jettete also über die Inseln, war morgens im office in Oahu, dann zur Besprechung auf Maui, und am Nachmittag dann wieder retour auf Oahu. In der nächsten Wochen dann evtl. mal nach Kauai fliegen, dort arbeiteten wir an einem wunderschönen Projekt: Coco Palms, eine Legende, und das Hotel, das als Wegweisend für die gesamte Hotel Industrie in den Hawaiianischen Inselwelt galt .. als es 1959 seine Pforten öffnete. Elvis drehte die letzten 20 Minuten von "Blue Hawaii" im Coco Palms, es war das Hotel, in dem sich Hollywood traf, aber auch die angrenzenden Nachbarn sich einfach mit integrierten, etwas was heutzutage mit all den Gästelisten und VIP Status, etc. eher undenkbar wäre; dieser Unterschied, dass Coco Palm eine besonders authentische Art und Weise in seiner Erscheinung, als auch der Art der Bewirtung und der Integration der Nachbarschaft - all das machte dieses Hotel zur Legende. 1992 zerstörte der Hurricane Iniki Coco Palms, und jahrelang lag es brach .. bis es 2005 neu ins Leben gerufen werden sollte.

Ich hatte das Glück als Art Director und Designer an diesem Projekt mitarbeiten zu dürfen, natürlich unter der Federführung meines Vorgesetzten - dennoch kann ich sagen, dass all das erarbeitete Material ganz klar meine Handschrift trägt, nie werde ich dies Jahre vergessen. Ein wundervolles Team - eine wirklich schöne Zeit - aus der viele Freundschaften resultierten, aber halt auch viele Preise und Auszeichnungen, die ich als Designer und Art Director mit meinen Projekten gewonnen hatte. Die Arbeit machte Spass, und ich konnte vieles von dem was ich in meiner Zeit in Deutschland, als auch meine Arbeitserfahrung in New York, anwenden. Ich bin ganz besonders dankbar für das, was ich von meinen Professoren in Deutschland mit auf die Reise genommen hatte. Professor  Dr. Roland Günter und Professor Gottfried Jäger, meine Mentoren, die mir lehrten, jedes künstlerische Projekt spielerisch und poetisch anzugehen, und erst später die entsprechende Philosophie zu definieren, denn diese ergab und offerierte sich oftmals aus dem künstlerischen Prozess an sich. "Nimm nicht alles so Ernst, hab Spass an der Arbeit, und 'seh Deine Projekte mit den Augen eines Poeten" - so macht das Leben mehr Spass. Ich bewundere auch meinen ehemaligen Arbeitgeber hier in Hawaii, Oren Schliemann, ein faszinierender Denker und Creative Director, der mir viel gelehrt hat. "Sei offen zu allem, tritt einfach einem Schritt zurück - und betrachte ein evtl. kreatives Problem aus der Ferne. Arbeite mit anderen Designern und Künstlern zusammen und lobe Ihre Arbeit, sei kein Egoist, teile Deine Freude als auch Deine Passion". Ich bin diesen 3 Mentoren wirklich sehr dankbar, denn mit Ihren Lehren als auch Lebenswegweisungen haben sie entscheidend meinen kreativen Denkprozess geleitet, und in gewisser Form zu dem geprägt, was ich heute aus künstlerischer Perspektive von mir gebe.

2009 veränderte sich die Wirtschaftslage in den USA, und ich verlor meine Stelle. Was macht man da? Wer erst einmal von dem wundervollem und besonders süßen Honig auf Hawaii geschleckt hat, der will im Prinzip für immer hier bleiben. Koste es was es wolle! Im Laufe der Jahre hatte ich mich natürlich total in diese Inselwelt verliebt, war aktiver Wassersportler, natürlich vom Surfen bis hin zum Ausleger Kanu (Hawaiian Outrigger Canou, OC-1). Wenn ich ganz ehrlich bin dann muss ich sagen, dass die schönste Zeit meist immer auf dem Meer ist; die Weite des offenen Meeres zu spüren - manchmal das Glück zu haben, einem Pod Delphine zu zutreffen - oder im Winter weit draussen (mit dem Kanu) eine Buckelwal ins Auge zu schauen … ganz allein, face to face … wie kann man so etwas vergessen - und warum sollte man da das Handtuch werfen, nur wenn sich die Arbeitslage verändert. Man sucht also nach Möglichkeiten, diesen Lebensstil und diese Art von Luxus beizubehalten. So machte ich mich zunächst einmal selbstständig und versuchte als freier Art Director und Designer meine eigene Kunden zu finden. Schon in New York hatte ich neben meiner Haupbeschäftigung als Sr. Art Director bei Federated Department Stores (Macy's ) einige freie Projekte unter meinem Agenturnamen "dolceVita" abgewickelt; dieser sollte nun weiterhin meine Arbeit als Art Director und Designer begleiten.  dolceVita Creative: Fine Arts & Visual Commiunication (webLink) 
Anfänglich sehr schwer und nur schleppen, fand man sich dann doch irgendwie zurecht - machte hier und dort einfach ein paar Abstriche und stellte neue Perspektiven auf, die den täglichen Kampf etwas leichter erschienen ließen. Die fetten Jahre waren nun also erst einmal vorbei, doch das Meer und Umfeld, dass fast täglich, und immer wieder stimuliert, all das gibt's ja gratis. Nach 14 Jahren in einer Weltmetropole wie New York, empfand ich das Leben auf dem Land und die Verbundenheit mit der Natur wie eine ganz besondere Gabe. Wenn ich ehrlich bin, so muss ich sagen, dass man mich hier eigentlich nur strahlend kennt. Ich betrachte jeden Tag als Geschenk (habe natürlich auch dann und wann einmal einen schlechten Tag), aber in gewisser Weise 'wach ich des Morgens auf und ein Lächeln fährt mir über das Gesicht - ich muss schmunzeln und bin dankbar, für einen weiteren Tag in meinem kleinen Paradies.Ich genieße jeden Tag, und versuche bei all dem was ich mache, mein Bestes zu geben - und dann halt des Abends in den Sonnenuntergang zu paddeln, mit dem Board. Es mag sich anhören wie ein Klischee, in der tat sind die Sonnenuntergänge oft so rot - wie m an sie sich wirklich nicht vorstellen konnte - und se sehen aus wie gemalt. ich muss sagen, dass ich gern in diesem märchenhaften Bild lebe - und hoffentlich auch etwas dazu beitragen kann.

In New York gab es in all den Jahren halt immer irgendwelche Probleme, die man unentwegt lösen musste: die Arbeit, der Vermieter, die Kälte im Winter .. mein Gott - es war wie ein Kreislauf – da gab es immer irgendein Drama – und entsprechend rannte man oft grimmig und gestresst durch die Gegend: irgendwie gehört das auch zu gestresste New Yorker image dazu, und man empfand es als normal. Das ganz normale Chaos halt. Jeden Tag. Hier auf Hawaii ist nun aber alles anders: die Mitmenschen sind freundlich, man ist nett zueinander - versucht dem Anderen eine Freude zu machen - einfach so - manchmal für wildfremde Menschen. Das Wort "Aloha", was für Touristen einfach als eine Art von Marketing und Souvenir Slogan dient, ist für viele, die hier leben - eine Art Lebensgefühl - eine Lebensphilosophie. Ich muß sagen, dass ich ohne Aloha niemals leben möchte. ich genieße es so sehr freundlich zu sein, und erhalte wiederum dies Freundlichkeit von Menschen in meinem Umfeld: wir sind höflich - nehmen uns Zeit - hören einander  zu - und wenn die Sonne einmal besonders schön aussieht, dann halten wir unseren Wagen an und bewundern den Sonnenuntergang .. oder die vielen Regenbögen, die uns oftmals präsentiert werden. Vor ein paar Jahren im Winter am Sunset Beach habe ich in der Tat folgendes erlebt: ich marschierte mit meinem Board am Strand entlang, um in der Abendstimmung ein paar Runden zu Paddeln .. geradeaus sah ich eine Wal springen (Buckelwale komme zu Scharren aus Alaska nach Hawaii um sich zu paaren, aber auch Junge zu gebären), zu meiner Linken ging gerade die Sonne unter .. und zur Rechten sah ich noch die Reste eine Regenbogens. Das war wie im Märchen .. allerdings wahr.

Wie man also inzwischen raushören kann - liebe ich es hier auf Hawaii: es ist mein zu Hause, obwohl ich die all-jährlichen Reisen nach Germany auch genieße, und nun mit den Jahren natürlich auch viele Qualitäten in Deutschland sehe - vieles, was mir als Teenager nicht so relevant vorkam, fasziniert mich heutzutage. Wir Alle sind unseres Lebens Architekt (wie schlau, denn ich habe eigentlich immer Architekt werden - sogar ein Semester Architektur studiert, bevor  ich dann zum Fachbereich Design wechselte um Visuelle Kommunikation zu studieren) - und wir Alle sind auf der Suche - wir alle setzen Prioritäten - und entscheiden uns für eine Weg - manchmal eine Umweg - aber meist weiss man wenn man auf dem richtigen Weg ist - oder wenn man vom Weg abgekommen ist. Ich muss sagen, dass ich zwar noch immer auf dem Weg bin - aber in gewisser Weise auch angekommen bin, denn ich geniesse es diesen Weg zu gehen; ich geniesse in der Tat jeden Tag. Ich wach des Morgens auf, meist um 7.05 und danke Gott für diesen schönen Tag. Es ist ein so aufbauendes Gefühl diesen spirituelle Dialog führen zu dürfen. In gewisser Weise ist diese Kommunikation, und das Gefühl, dass ich in mir trage auch mein Lebenselixier. Es ist einfach schön danke zu sagen - es ist so wunderschön, die Dinge im persönlichen Umfeld einmal näher zu betrachten. Die Natur ist so wundervoll. ich bin wirklich froh hier sein zu dürfen: ich geniesse es die Habaneros zu ernten, die leckeren Orangen, die im Garten wachsen und viel viel Süßer sind als sie jemals in Europa im Supermarkt gekauft werden können. Die leckeren Mangos, die es auch im Juli im Garten gibt … die wahnsinnig exotischen Sonnenuntergänge, die den Himmel manchmal in der Tat purpurrot - und manchmal sogar feuerrot erschienen lassen. Man stelle sich vor wie es aussieht, wenn ich auf meinem Standup Paddle Board im Abendrot in den Sonnenuntergang paddele .. am Horizont entlang, es fasziniert mich immer wieder. Ich liebe es, einfach die Arbeit hinzulegen (ich arbeite von daHeim als  Art Direktor (www.dolcevita.net), wenn ich nicht mit meine Kunst Projekten zu tun habe - einfach für 2 Stunden das Board zu nehmen, die 100 Schritte bis zum Strand zu gehen, und dann auf's offene Meer zu paddeln , ein paar Meile die Küste entlang .. etwa 1/4 Meile weit draussen .. es ist immer wieder umwerfend und in gewisser Weise ist jeder dieser Erfahrungen auch eine lebensverändernde Erfahrung. Man tankt neue Energie auf, man kann in gewisser Weise meditieren - man kann in sich kehre .. und schaut natürlich um sich, dass da kein Haifisch um einen herum schwimmt. Mein Leben im Paradies .. mein kleiner Traum.

Ich habe sehr sehr hart an der Gestaltung von  der Kuliana Edition gearbeitet. Die neue Seite www.anolani.com, ist mein neuer Webshop und Galerie, der es mir ermöglicht, meine Kunst und auch meine Produkte weltweit zu vermarkten. Modernem Technik und das Internet bringen uns Alle ins gleiche Wohnzimmer, oder in das "Global Village", das "globale Dorf" wie es viele nennen. Wir bestellen Produkte aus anderen Ländern, arbeiten z.T mit Kollegen auf anderen Kontinenten zusammen - es ist in der Tat faszinierend. Vor einem Jahr arbeitete ich an einem Project für einen Kunden in New York, hatte eine Konferenzschaltung mit Los Angeles und New York, und ich inmitten des Pazifischen Ozeans hier in Honolulu (stand am Telefon mit tropfende nassen Boardshorts), als wir mit unserem Gespräch fertig waren, kontaktierte ich meine Programmierer in Jaipur (India), und wenig später rief mich die Druckerei aus Shenzhen in China an .. es fasziniert mich immer wieder wie eng man global zusammenarbeiten kann... natürlich auch toll, wenn man danach einfach wieder in den Ozean hinterm Haus springen kann. 

In den letzen Monaten habe ich eine breite Produktpalette entwickelt, die mit der Publizierung der neuen website nun also offiziell vorgestellt wird. Neben meiner Serie von Kunstdrucken auf, offeriere ich nun ein breites Spectrum von ... exklusiven Postkarten, über Kissen, biz zu iPhone Schutzgehäusen. 

Aloha, und ganz herzliche Grüße von der North Shore auf Oahu/Hawaii
Harald-M. Lehnardt


Mein kleines Paradies. Der Strand ist gleich ein paar Schritte um die Ecke.